Tages-Trauerseminar für Eltern verstorbener Kinder in der Karthause Ittingen vom 26. August 2017

Wenn wir jemanden verlieren, den wir geliebt haben trauern wir… es ist eine normale Reaktion unseres Körpers, ein Gefühl, welches uns sprachlos werden lässt und wo wir keine Möglichkeit mehr finden, uns mitzuteilen.

Wohl jeder hat schon Trauer erfahren, einen lieben Menschen verloren oder ist durch einen harten Schicksalsschlag an seine persönlichen Grenzen geführt worden, wo die Sprache nicht mehr ausreicht, zu unvollendet ist, um den empfundenen Gefühlen und Schmerz noch eine verbale Ausdrucksform verleihen zu können. Eine der wohl extremsten Formen dieser Trauer ist der Tod des eigenen Kindes. Ein Ereignis, welches das eigene Leben nachhaltig prägt und einen Prozess auslöst, der nie wirklich abgeschlossen ist sondern im eignen Leben, Handeln, Denken und Fühlen verinnerlicht wird und dieses beeinflusst. Somit ist es für betroffene Eltern auch nach Jahren ein Bedürfnis über das verstorbene Kind sprechen zu können und sich mit anderen ebenfalls Betroffenen auszutauschen.

Die Karthause Ittingen, ein ehemaliges Kartäuserkloster und Ort der Begegnung mit über 850 Jahren Geschichte und eingebettet in einer wunderschönen Umgebung bei Frauenfeld TG, ist als Begegnungsstätte für betroffene Eltern ein idealer Ort.  Im geschützten Rahmen und getragen in der Gruppe bietet das Seminar, welches am 26. August 2017 stattfindet, auch neu betroffenen Eltern die Möglichkeit, sich mitzuteilen und verstanden zu fühlen, in dem unbeschreiblichen Schmerz des Verlustes. Besonders wertvoll ist dabei die Zusammensetzung der Gruppe, welche auch Elternteile beinhaltet deren Verlust mehrere Jahre zurückliegt aber durch ihre Teilnahme zeigen, dass es ein „Leben danach“ gibt, welches unbestritten anders als zuvor aber trotzdem auch lebenswert und schön sein kann. Die dabei entstandenen Kontakte sind wertvoll und helfen den Betroffenen auf ihrem weiteren Trauerweg und gehen weit über die beiden jährlich veranstalteten Tagesseminare hinaus. Die Verbundenheit betroffener Eltern und somit „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist eine wichtige und wertvolle Erfahrung zu einem Zeitpunkt im Leben, wo das Geschehene Betroffene eher in eine Isolation führt und sie sich unverstanden fühlen lässt.

Nähere Information werden auf der CTL-Homepage (www.ctl-trauerbegleitung.ch) veröffentlicht und Informationen zum Tagungsort sind unter http://www.kartause.ch einzusehen.

Wir freuen uns auf ein gutes und bereicherndes Seminar in der Kartause Ittingen!

Für das CTL-Team

Dominik Zimmermann